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Die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft Offene Türen NRW -

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) ist ein freier Zusammen-schluss der Träger von Kinder- und Jugendfreizeitstätten innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Nordrhein-Westfalen.

Aufgabenstellung:

  • Sie koordiniert die sich aus dieser Arbeit ergebenden Aufgaben.
  • Sie vertritt auf Landesebene die jugendpolitischen und fachlichen Interessen.
  • Sie organisiert Fachveranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung für diejenigen, die direkt oder indirekt mit der Praxis der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu tun haben.


Struktur:

Der Vorstand der LAG umfasst 15 Mitglieder, von denen zehn über die Versammlungen der Trägervertreter gewählt werden.
Drei hauptamtliche Referenten und eine Geschäftstelle begleiten die Arbeit organisatorisch, fachlich und jugendpolitisch.
Ca. 430 evangelische Träger in Nordrhein Westfalen als Kirchengemeinden, im Zusammenschluss auf der Kreisebene oder als Verband veranstalten eine offene Kinder- und Jugendarbeit in unterschiedlicher organisatorischer und inhaltlicher Ausprägung.
Sie stimmen sich mit dem örtlichen Jugendhilfeausschuss und dem zuständigen Jugendamt konzeptionell ab, sofern sie Zuschüsse der öffentlichen Hand in Anspruch nehmen.

Adressatenkreis und Wertorientierung:

Diese Kinder- und Jugendarbeit richtet sich mit ihren Angeboten an alle junge Menschen im Einzugsgebiet einer Freizeitstätte. In evangelischer Trägerschaft ist sie weltanschaulich ausgerichtet. Deswegen ist sie gegenüber benachteiligten Kindern und Jugendlichen - unabhängig von deren Konfessionszugehörigkeit - besonders verpflichtet und bemüht sich durch entsprechende Angebote um emanzipatorische, partizipative, und integrative Entwicklungsmöglichkeiten junger Menschen.
Gegenüber den Risiken des Heranwachsens in einer komplexen Gesellschaft leistet sie einen präventiven Beitrag.

Gesellschaftlicher Wandel und neue Herausforderungen:

Technologischer, ökonomischer und sozialer Wandel stellen auch die Offene Kinder- und Jugendarbeit vor neue Aufgaben.
Die LAG verfolgt das Bemühen um die Klärung von Wirklichkeit und Wirksamkeit.
In diesem Feld der Jugendförderung mit großem Interesse und wird dessen empirische Fundierung konstruktiv begleiten.
Sie unterstützt das wissenschaftliche Bemühen um die Klärung der wechselseitigen Bedingtheit von pädagogischer Arbeit, personeller und materieller Ausstattung einerseits und den politisch-administrativen Zielsetzungen andererseits.
Die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen sowie der
Einrichtungsgegebenheiten ist deswegen von Belang, weil der Freizeitmarkt weiter expandieren wird,die Neuen Medien alle Lebensbereiche (Arbeit, Bildung, Freizeit, Kultur) verändern werden und staatliches Handeln trotz steigender wirtschaftlicher Produktivität zunehmend an finanzielle Grenzen kommt.
Die Frage, was wie und womit erreicht werden kann, steht auch in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zur Beantwortung an und sie wird die Aufgaben der LAG nicht unwesentlich zukünftig bestimmen.

Offene Kinder- und Jugendarbeit heute und morgen?

  • Die LAG wird dazu beitragen, unter Berücksichtigung der realistischen Möglichkeiten einer in der Freizeit ansetzenden Arbeit mit jungen Menschen, angemessene Antworten auf den gesellschaftlichen Wandel zu geben.
  • Sie steht dabei zwischen pädagogischen und sozialpolitischen Aufgabenzuschreibungen und der Notwendigkeit einer Angebotsausrichtung, die sich an den wandelnden Freizeitbedürfnissen einer heranwachsenden Generation orientiert.
  • Die LAG sieht darüber hinaus das Erfordernis, sich konzeptionell wie praktisch auf die Konkurrenzsituation am Freizeitmarkt einzustellen. Dies erfordert erweitertes Management- und Marketingwissen für die, die diese Arbeit organisieren.
  • Sie übersieht dabei nicht, dass limitierende Finanzpolitiken der Öffentlichen Hand wie der Träger Modernisierungen eher behindern als befördern und hält deswegen sachgerechte und realisierbare Prioritätensetzungen für unabdingbar.

(Klaus Brewig)

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