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Aktuelles

15.07.2021

Auf einen Blick: Ev. Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Pandemie

Corona-Update

Ab dem 14.07.21 gilt in NRW eine neue CoronaSchVO.

In der aktuellen CoronaSchVO vom 14.07.21 hat es im § 12 „Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit“ keine Veränderungen gegeben.

Bisherige Regelungen:

Wichtigste Neuerung der CoronaSchutzVO, ist die Einführung der neuen Inzidenzstufe 0 in § 1 (4) CoronaSchutzVO. Diese gilt für Kreise und kreisfreie Städte sowie für das Land NRW, wenn die 7 Tages Inzidenz bei höchstens 10 liegt.

Das Land teilt mit, dass in diesem Zahlenbereich schon sehr kleine Infektionsausbrüche relevante Schwankungen verursachen können. Daher erfolgt eine Rückstufung in die Inzidenzstufe 1 erst dann, wenn der Wert von 10 wieder acht Tage hintereinander überschritten wird. Wenn aber ein dynamischer Anstieg vorliegt, der nicht lokal begrenzt ist, kann das Gesundheitsministerium die Inzidenzstufe auch schon nach drei Tagen des Überschreitens wieder hochstufen und damit die erhöhten Schutzmaßnahmen der Stufe 1 wieder in Kraft setzen.

Hier gilt es – wie wir es schon gewohnt sind – Presse, Politik und Lokales im Blick zu behalten und bei Fragen die kommunalen zuständigen Behörden zu kontakten.

Inzidenzstufen können hier gecheckt werden!

Grundsätzlich sind in der Inzidenzstufe 0 ab 10. Juli 2021 auch jene Angebote mit Negativtest und Hygienekonzept zulässig, deren Wiedereröffnung bisher auf den 27. August 2021 festgelegt war (zum Beispiel Diskotheken, Sportveranstaltungen, Volksfeste etc.). Zudem werden die meisten bestehenden Regelungen von verpflichtenden Ge- und Verboten in Empfehlungen umgewandelt oder ganz aufgeboben.

Ansonsten gelten für die Jugenarbeit folgende relevante Änderungen, wenn die Inzidenzstufe 0 greift:

  • Der Mindestabstand von 1,5 m wird nur noch empfohlen, nicht mehr vorgeschrieben. (§ 4, Abs. 6)
  • eine Kontaktbeschränkung auf eine bestimmte Anzahl von Personen und Haushalten entfällt (§ 4, Abs. 6)
  • Die Pflicht zum Tragen einer Maske gilt grundsätzlich nur noch in Innenräumen. Wenn das komplette Land Inzidenzstufe 0 hat, wird das Tragen einer Maske auch im Innenraum auch nur noch empfohlen, nichtmehr vorgeschrieben (hier gibt es aber Ausnahmen). (§ 5, Abs. 9); Betreiber:innen von Angebote können aber für ihre Angebote weiter auf eine Maske bestehen.
  • Wer ab dem 01.07.21 für mindestens fünf aufeinanderfolgende Tage Urlaub macht, muss dem Arbeitgeber bei Wiederantritt des Dienstes einen Negativtest vorlegen oder im Laufe des ersten Werktages im Betrieb einen betrieblichen Corona-Test machen. (§ 7, Abs.3). Die Testpflicht entfällt für vollständig geimpfte /immunisierte Personen.
  • Mit Blick auf die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit erhält 12 CoronaSchutzVO einen neuen Absatz 4a. Dieser hebt alle Beschränkungen des § 12 Absätze 1-4 auf! Dabei gibt es zwei relevante Ausnahmen: Testpflichten bleiben bestehen
    • zu Beginn von Ferienangeboten
    • zu Beginn und am Ende von Ferienfreizeiten

Hier die Übersicht für die Kinder- und Jugendarbeit:

Stufe 0 (7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 0 und 10):

  • Bei Ferienfreizeiten einmalige Testpflicht zu Beginn des Angebots, bei Kinder- und Jugendreisen zu Anfang und Ende des Angebots.
  • Ansonsten keine Einschränkungen mehr.

Stufe 1 (7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 10,1 und 35):

  • Gruppenangebote sind innen mit 30 und außen mit 50 Menschen ohne Altersbegrenzung und ohne Test erlaubt.
  • Ferienangebote und Ferienreisen sind mit negativem Testnachweis oder beaufsichtigtem Selbsttest möglich

Stufe 2 (7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 35,1 und 50):

  • Gruppenangebote sind innen mit 20 und außen mit 30 jungen Menschen ohne Altersbegrenzung und mit negativem Testnachweis oder beaufsichtigtem Selbsttest erlaubt.
  • Gruppenangebote sind auch innen ohne Maske möglich. Ferienangebote und Ferienreisen sind mit negativem Testnachweis oder beaufsichtigtem Selbsttest möglich.

Stufe 3 (7-Tage-Inzidenz stabil größer als 50,1):

  • Gruppenangebote sind innen mit 10 und außen mit 20 jungen Menschen ohne Altersbegrenzung und mit negativem Testnachweis oder beaufsichtigtem Selbsttest erlaubt.
  • Ferienangebote und Ferienreisen sind mit negativem Testnachweis oder beaufsichtigtem Selbsttest möglich.

► Zu den Regelungen im Detail siehe § 12 CoronaSchVO

Achtung: Der § 12 regelt dabei nur die Kinder- und Jugendarbeit. Sofern sich Beschränkungen aus anderen Regelungsbereichen der CoronaSchutzVO ergeben, sind diese natürlich zu beachten, z.B. beim Besuch von Kulturveranstaltungen, Gastronomie usw.

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33. Erläuterungserlass MKFFI vom 10.07.21

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Sonderförderung aus dem „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ in NRW: „Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche“

das Land NRW stellt der AEJ-NRW eine Sonderförderung aus dem Programm „Aufholen nach Corona“ zur Verfügung. Die Zentralen Abrechnungsstellen der AEJ-NRW sollen aus diesen Mitteln im Jahr 2021 eine Sonderförderung erhalten können. Damit soll die Wiederaufnahme präsenter Angebote der Jugendverbandsarbeit unterstützt werden!
Zur Abrechnung der Sonderförderung des coronabedingten Mehraufwands 2021 bitte diese Excel Tabelle nutzen!

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Die Änderungen / Ergänzungen / Kürzungen / Streichungen in der 45. Fortschreibung der FAQ-Liste beziehen sich auf:

210714_45.-FAQ_Corona_JuFö_MKFFI-LJAE-G5.pdf.

Punkt 1 (Rechtliche Regelungen):
– Änderungen bei den Regelungen in den Inzidenzstufen 2 und 1 für die ein- und mehrtägigen Ferienangebote (Punkt 1.5 und 1.6) und für Kinder- und Jugendferienreisen (Punkt 1.6), gültig seit dem 29.06.2021
– Einfügen der Inzidenzstufe 0 (Punkt 1.7), sowie der entsprechenden Neuerungen für die Angebote der Jugendförderung – gültig seit dem 09.07.2021
– Für jede Inzidenzstufe (Punkt 1.4-1.7) erfolgte eine ausführliche und übersichtliche Darstellung aller Angebote (Regelangebote im Freien und in geschlossenen Räumen sowie ein- und mehrtägige Ferienangebote und Kinder- und Jugendferienreisen)
– Streichungen der Hinweise zu der Bundesnotbremse

Punkt 2 (Ferienangebote):
– Streichung von nicht aktuellen Punkten (z.B. Ferienangebote bei Inzidenz über 100)
– Aktualisierungen zum Bundesprogramm ‚Aufholen nach Corona‘

Punkt 3 (Allgemeine Hygieneregelungen):
– Kürzungen und Zusammenfassungen

Punkt 4 (Verantwortung des Trägers)
– Aktualisierung der Quellenangabe der CoronaArbeitsschutz-Verordnung
– Zusammenfassung der Regelungen zur Bereitstellung von Masken und Tests nach der CoronaArbeitsschutz-Verordnung

Punkt 5 (Förderfragen)
– Neuaufnahme von Informationen zu zwei Programmen des CoronaAufholpaketes des Bundes (Hinweis: Hier handelt es sich um Vorabinformationen – Bitte haben Sie noch Geduld, bis die offiziellen Informationen kommen.)

Ehem. Punkt 6 (‚Personal – Hauptamtliche Fachkräfte, Nebenamtliche und ehrenamtliche)
– wurde ganz herausgenommen, weil die Fragen nicht mehr aktuell sind
– sobald relevante neue Fragestellungen benannt werden, wird dieser Punkt wieder aufgenommen

Neuer Punkt 6 (Sportangebote, Musikangebote, künstlerische Angebote und kulturelle Angebote)
– Ergänzung der Erläuterungen im Punkt 6.2 (musikalische Angebote) um die Regelungen der Inzidenzstufe 0

Punkt 7. (JuleiCa)
– ab Juli 2021 keine automatische Verlängerung der JuleiCa mehr

Punkt 9. (Beherbergung und Unterbringung)
– Aktualisierung der Hinweise zur Anreise bei Angeboten mit Übernachtung

Die Änderungen sind wieder farbig markiert. Die Streichungen sind NICHT kenntlich gemacht.

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Der Landesjugendring  (www.ljr-nrw.de) hat sein Musterhygienekonzeptt vor dem Hintergrund der neuen Regelungen ebenso angepasst wie seine Orientierungshilfe Sommerferien und Corona.

Hier eine Muster-Einwilligungserklärung für die Vornahme von Schnelltests. Nach hier vertretener Auffassung ist für die Vornahme beaufsichtigter Coronaselbsttests keine Einwilligung der Eltern erforderlich, da die Teilnehmenden die Proben dabei selbstständig durchführen. Die Einwilligung kann aber sehr nützlich werden, wenn mit den minderjährigen Personen im Rahmen einer Freizeit ein Schnelltestzentrum aufgesucht wird, bei dem eine andere Person die Probe entnimmt, da es sich dann um eine Behandlung handelt, für die eine Einwilligung erforderlich ist.

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Der Jugendpolitische Ausschuss hat darüber hinaus eine Sonderförderung coronabedingter Mehraufwand beschlossen. Aus den zur Verfügung gestellten Mitteln können Sachkosten für medizinische Masken, Schnelltests, Desinfektionsmittel und Einmalhandtücher bezuschusst werden, die im Rahmen der Jugendverbandsarbeit entstehen (siehe anliegendes „Informationsschreiben Sonderförderung coronabedingter Mehraufwand“).

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