Mythos Neutralitätsgebot
Immer häufiger geraten Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit unter Druck,
wenn sie klar demokratisch und menschenrechtsorientiert arbeiten. Oft wird dabei ein sogenanntes Neutralitätsgebot eingefordert – mit der Forderung, sich inhaltlich „neutral“ zu verhalten oder keine politischen Standpunkte einzunehmen. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Begriff, und welche Folgen hat er für die Praxis der politischen und pädagogischen Arbeit?
In der Veranstaltung nehmen wir dieses Verständnis von „Neutralität“ kritisch in den Blick. Wir zeigen, warum professionelle Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe Haltung braucht – und wie sie fachlich, rechtlich und professionspolitisch begründet werden kann. Außerdem gibt es Raum für Austausch: Welche Fragen, Unsicherheiten oder Erfahrungen bringen die Teilnehmenden selbst mit, wenn es um klare Positionierung im Arbeitsalltag geht?
Wann? 30. April von 11.00 bis 13.00 Uhr digital
Wer? Jana Sämann ist Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin, M.A., an der Universität Siegen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen politische Bildung in den Handlungsfeldern der Jugendarbeit sowie Anrufungen, Interventionen und Neutralitätsforderungen in der politischen Bildung.
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